emm014: Von Frühstück, Brotbackautomaten und Chia-Samen

Nach der gefühlten Sommerpause sind wir zurück

Wir sprechen über Frühstückszeiten, -gewohnheiten und Kaffee. Wie Farina morgens ihren Kaffee macht und die Erkenntnis, dass Lucas zuhause selten Kaffee trinkt.

Wie wichtig gemeinsame Frühstücke sind sieht man auch an der Frühstücksrunde zu der Farina gehört. Dort trifft man sich schon seit 15 Jahren zum gemeinsamen Frühstück.

Wir fragen uns, ob Chia-Samen eigentlich noch angesagt sind und stellen fest, dass frühstücken ein bisschen wie Sport ist. Alles ist gar nicht so aufwändig, man muss es eben #einfachmalmachen.

Wir entschuldigen uns, dass wir ein wenig verwirrt sind und abschweifen. Es war wirklich früh am Tag 🙂 Und wir machen weiter.

Shownotes:

2 Antworten auf „emm014: Von Frühstück, Brotbackautomaten und Chia-Samen“

  1. Liebe Farina, lieber Lucas,
    da habe ich doch gleich mal mehrere Stichworte, zu denen ich was sagen möchte!

    Frühstück: Ob man morgens üppig frühstücken soll oder nicht, ist hoch umstritten. Ich empfehle, sich mal mit Intervallfasten nach der Methode 16:8 zu beschäftigen. Die Idee dahinter ist, dass der Mensch nicht darauf eingestellt ist, den ganzen Tag zu essen, sondern nur wenige (2 bis 3) Mahlzeiten innerhalb von 8 Stunden eingenommen werden sollten, um danach 16 Stunden nur ungesüßte, fettfreie Flüssigkeit zu sich zu nehmen (Wasser, Tees, auch mal ein schwarzer Kaffee ist erlaubt). Die ganze Theorie dahinter gibt es – wie alles – auf zahlreichen Youtube-Videos, die muss ich hier nicht referieren. Die meisten Intervallfaster*innen essen nur in der Zeit zwischen Mittag und Abend, also ca. 12 bis 20 Uhr, ohne Frühstück.

    Brotbacken: Danke für die Grüße! Ja, Brot backen braucht Zeit. Ich kalkuliere ca. 20 Minuten für die Zubereitung des Sauerteig-Vorteigs am Vorabend (12 bis 15 Stunden, bevor ich backe) und dann am Backtag gut 2,5 Stunden vom Hinstellen der Knetschüssel bis zum fertigen Brot. In der Zeit mache ich nur wenig andere Sachen, obwohl der Teig 2 x ca 30 Minuten gehen muss und dann ca 45 Minuten ausgebacken wird; dann muss ich dem Teig nicht die ganze Zeit das Händchen halten. Dennoch mache ich das nicht nebenbei, sondern in großer Muße zum Brotbacken. Ich verwende Volkorngetreide, dass ich frisch mahle, ich knete alles von Hand, weil ich dann viel besser beurteilen kann, wann der Teig reif ist. Normalerweise backe ich 1 x in der Woche, am Samstag oder Sonntag. Das klappt, ohne zu nerven, und das Zauberwort heißt: Ritual. Ich habe das Brotbacken für mich ritualisiert – die Abläufe sind immer ähnlich; es hat fast meditativen, auf jeden Fall entspannenden Charakter. Ich höre Musik dabei, ich hänge meinen Gedanken nach. Zweieinhalb Stunden am Stück, um über sich, Gott und die Welt nachzudenken. Ich gehe also nicht so sehr vom fertigen Produkt aus, das ich mit möglichst wenig Aufwand herstellen will (Stichwort Brotbackautomat), sondern der Prozess der Herstellung ist Teil eines Rituals, etwas hochgestochen dann vielleicht eines Lebensstils – da stellt sich für mich nicht mehr die Frage, ob das aufwändig und lästig ist. Es ist Entspannung, Leben – und das fertige Brot schmeckt auch noch saugut.

    Vielleicht hängt es wirklich ein bisschen an der Frage, wie man Dinge im Leben ritualisieren kann, ohne in eine klösterliche Strenge auszuarten. Und ich meine damit nicht die zahlreichen Minimalisierer*innen, die auf Youtube ihre Morgen-Mittag-Abend-Sport-odersonstwas-Rituale ausbreiten. Es geht darum, durch Ritualisierung den inneren Schweinehund ein wenig auszutricksen und damit Abläufe selbstverständlich zu machen. So klappt das dann auch mit der Flasche Wasser im Büro. Vielleicht noch ein persönliches Beispiel zum Schluss: Ich schlafe seit einigen Monaten auf einem Futon auf dem Fußboden. Dieses Futon muss jeden Morgen eingerollt und jeden Abend als Schlafstätte wieder hergerichtet werden. Puh, lästig, sagen die einen. Ich sage das Zauberwort: Ritual. Das Herrichten dauert dreieinhalb Minuten, das Abräumen geht noch viel schneller. Ich schlafe großartig und habe tagsüber viel mehr Platz in meinem Zimmer. Und es ist wie Zähneputzen, die Jalousie runterlassen, den Wecker stellen: Ein kleines Ritual im Alltag, über das ich nicht mehr nachdenke.

    Verdammt langer Kommentar … Aber man kann bei euch in der Sendung ja nicht anrufen, sonst hätte ich das sofort gemacht.

    Einen schönen Sommer wünsche ich euch!
    Greetz, Uwe

    1. Lieber Uwe,

      danke für deine Rückmeldung. Es scheint nicht ganz einfach zu sein mit der Frage nach der richtigen Ernährung. Ich befürchte aber, dass es gar nicht DIE EINE RICHTIGE Antwort gibt – und das ist sicher auch gut so. Tatsächlich habe ich schon vor einiger Zeit und auch gestern mit einem guten Freund beim Kaffee über Intervallfasten und die 16:8 Methode gesprochen – spannend.

      Rituale scheinen das zu sein, das die nächsten beiden Absätze deiner Rückmeldung prägen – du schreibst es ja selbst auch. Und wahrscheinlich ist es auch genau das was fehlt. Nicht übertreibend aber zumindest in Teilen. Dann wird vielleicht auch der Thermomix öfter genutzt 🙂 Danke für die Denkanregungen. Wobei ich mein Bett aber doch schon so mag wie es ist. 🙂

      Und die Sache mit dem Anruf!? Vielleicht sollten wir doch mal über eine Live-Sendung nachdenken – aber erst, wenn wir die nächste Million Aufrufe geknackt haben 😉

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